Josef Rief: Riedlinger Klinikkonzept erhalten - 14.3.17

Josef Rief fordert von Sozialminister Lucha: Riedlingen muss als Standort im Klinikkonzept mit stationären Betten erhalten bleiben
Schwieriges Gespräch mit Sozialminister Lucha in Berlin

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Rief hat in der Berliner Landesvertretung von Baden-Württemberg in einem persönlichen Gespräch mit Landessozialminister Manfred Lucha den Erhalt des Klinikstandorts Riedlingen gefordert. Bereits nach Bekanntwerden der Pläne des Ministers, das Krankenhauskonzept im Landkreis Biberach mit einen stationären Standort Riedlingen finanziell nicht zu unterstützen, hatte Rief sich schriftlich an Lucha und Ministerpräsident Kretschmann gewandt, um sich für die Umsetzung des gesamten Klinikkonzepts für den Landkreis Biberach mit allen Standorten einzusetzen.

"Es kann nicht sein, dass wir den Menschen ständig etwas von wohnortnaher Versorgung erzählen und dann Standorte einfach zur Disposition stellen. Wir haben im Landkreis Biberach jetzt lange mit allen Verantwortlichen an einem tragfähigen Konzept gearbeitet, damit auch für die Zukunft eine moderne Klinikstruktur im Landkreis Biberach erhalten bleibt. Die Menschen sind zu Recht enttäuscht darüber, dass dies jetzt aufs Spiel gesetzt werden soll, nur weil der Minister gewechselt hat", so Rief.

Das gemeinsam mit dem Unternehmen SANA und vielen anderen Beteiligten erarbeitete Versorgungskonzept sei bereits vom Landeskrankenhausausschuss genehmigt worden. Von diesem Konzept jetzt abzurücken, sei für niemanden im Kreis nachvollziehbar oder erklärbar. Nach langer Diskussion mit allen Verantwortlichen von Landkreis, Gemeinden, SANA, freien Trägern und den Bürgerinnen und Bürgern sei die Akzeptanz dieses Komnzeptes sehr breit. Ein Herauslösen des Standorts Riedlingen würde über 40.000 Bürgerinnen und Bürgern im Riedlinger Einzungsgebiet, das über die Grenzen des Landkreises hinausgeht, das Vertrauen in die Verlässlichkeit ihrer wohnortnahen Versorgung nehmen. Daran könne niemand ein Interesse haben.

In einem sehr schwierigen Gespräch versuchte Josef Rief dem Minister diese Thematik zu erläutern. "So können Sie mit den Menschen im Kreis Biberach nicht umgehen" sagte Rief zum Minister wörtlich. Lucha wies ohne inhaltliche Positionierung auf Gespräche in dieser Woche mit Verantwortlichen im Kreis hin. "Der Raum Riedlingen braucht die Versorgung", sagte Rief nach diesem Gespräch.

(Pressemitteilung von Josef Rief MdB vom 14. März 2017)