Gender-Gaga mit Birgit Kelle - 08.03.16

Über die Vielfalt der Geschlechter oder wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will

Der Kerngedanke der Gender-Ideologie ist die Behauptung, dass das in aller Regel biologisch gegebene Geschlecht sich nicht auf die Identität des Menschen auswirke. Der Mensch werde erst durch die Erziehung und gesellschaftlichen Einfluss zwanghaft in eine Geschlechterrolle gedrängt. Die Männer- und Frauenrolle soll dekonstruiert werden, damit jeder sich sein Geschlecht neu zusammenbauen kann. Beim Gendermainstream handelt es sich um eine Theorie, die nie wissenschaftlich erwiesen wurde! Aber unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung wird in manchen Parteien die Gender Politik heftig betrieben.

Demnach gibt es nicht nur zwei Geschlechter sondern eine ganze Menge mehr. Ein Hirngespinst? Von wegen die sozialen Medien, z.B. Facebook reagieren schon darauf: bis vor 1-2 Jahren konnte man zwischen zwei Geschlechtern wählen. Heute: zwischen sage und schreibe 60 Geschlechtern! Diese anderen Geschlechter werden beim genauen Hinschauen überwiegend definiert über die gerade aktuelle sexuelle Orientierung. Diese sogenannte "Vielfalt" soll auch im neuen Bildungsplan des Landes verankert werden. Im neuen baden-württembergischen Bildungsplan soll die sexuelle Vielfalt die nun "Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt" heißen soll gelehrt werden. An den Schulen soll angeblich durch die Gender-Ideologie im neuen Bildungsplan vor allem Toleranz und Akzeptanz unterrichtet werden. Um nur das zu erreichen, müsste aber keineswegs der Bildungsplan geändert werden.

© Fotos von Burkhard Volkholz

Stern für 60 geschlechtliche Orientierungen

Die Grünen beispielsweise haben sich bei ihrem letzten Parteitag dazu verpflichtet, im öffentlichen Schriftverkehr den sogenannten Gender Star zu benutzen. Somit soll jetzt nicht mehr "LehrerInnen" sondern "Lehrer*Innen" geschrieben werden, damit alle geschlechtlichen Orientierungen angesprochen sind. Auch in anderen Bereichen, z.B. in der Straßenverkehrsordnung soll die Sprache geändert werden. So werden aus Radfahrern die Radfahrenden. Unsere Sprache wird "einfach so" verändert und keiner hat es verlangt!

Beginnt man eine pädagogische Ausbildung kommt man Fach Gender nicht vorbei. Man soll den Kindern Raum geben, um selbst entscheiden zu können was es denn nun sein will. Den Kindern soll also kein Halt gegeben werden. Unnötige Verwirrung wird gestiftet. Aber genau die Zerrüttung der Normalität ist für Anhänger der Gender-Bewegung ein Erfolg. Diese Zerrüttung des Normalen ist ein direkter Angriff auf die Familie auf das Prinzip Leben!

Aber gibt es denn so viele Menschen in unserer Gesellschaft, die sich nicht dem Geschlecht Mann oder Frau zuordnen können und hierfür Hunderttausende Euro unserer Steuergelder ausgegeben sexuellen Orientierungen aufgeklärt werden? Nein! Die tatsächliche Realität sieht so aus, dass Kinder und damit die Zukunft der Menschheit nur aus einer Partnerschaft zwischen Mann und Frau entstehen können. Die Lobbyarbeit für das Gendermainstream ist aber so gewaltig dass man meinen könnte, erst gegendert ist "lebbar". Dabei wurde Gendermainstream keineswegs demokratisch von der Gesellschaft beschlossen, sondern gut vernetzte Kleingruppen und damit einhergehende Institutionen von gewissen Parteien nutzen es, um entscheidenen Einfluss zu gewinnen.

Die Journalistin und Buchautorin Birgit Kelle versuchte den ca. 250 interessierten Zuhörern im Gasthaus Schützen in Laupheim diese strittige Gender Politik näherzubringen. Eingeladen zu der Veranstaltung hatte die Frauen Union im Kreis Biberach. Ein hochinteressanter Abend, den die Vorsitzende der Frauen Union, Isolde Weggen und Bürgermeisterin Alexandra Scherer organisiert und moderiert haben.

(Text von Elisabeth Wiedemann, Pressereferentin)