Sexuelle Vielfalt - woher kommt und was will Gendermainstreaming - 20.6.17

Prof. Dr. Manfred Spieker hält spannenden Vortrag

Prof. Dr. Manfred Spieker. Foto: Wikipedia/J.H. Janßen

Die Vorsitzende der Frauen Union, Isolde Weggen konnte viele Gäste in der Mühlbachhalle Schemmerhofen am 20. Juni zum Vortrag von Professor Dr. Manfred Spieker “Sexuelle Vielfalt - woher kommt & was will das Gendermainstreaming“ begrüßen. Zur Einführung erläuterte Isolde Weggen was Gender heißt. Es geht hier nicht um die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, sondern um die Verzerrung der Geschlechterrolle und um eine Destabilisierung der Gesellschaft. Unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung wird seitens der Grünen und der Linken Genderpolitik betrieben. Mit diesen wirren Gedanken soll die Familien-, Gesellschafts- und Wissenschaftspolitik beeinflusst werden. Diese Ideologie hat das Ziel nicht nur die Ehe und Familie zu zersetzen, sondern auch wichtige Werte unserer Gesellschaft. Es stellt sich auch die Frage, ob wir wollen, dass unserer Kinder bereits im Kindergarten mit Sexspielzeug und mit einem sexualisierten Wortschaft konfrontiert werden? Eine kleine Seele ist sehr verletzlich und wenn sie kaputt ist, ist es sehr schwer, sie wieder zu reparieren.

Herr Prof. Dr. Manfred Spieker erklärte zu Beginn, wie das Gendermainstreaming in der Politik soweit kommen konnte. Gendermainstreaming ist keineswegs demokratisch von der Gesellschaft beschlossen. Sondern diverse Kleingruppen und damit auch alle einhergehenden Institutionen, die mit gewissen politischen Parteien vernetzt sind, versuchen der Gesellschaft ihre Ideologie aufzuzwingen.

Jeder kann sich sein Geschlecht neu schaffen

Der Kerngedanke der Genderideologie ist die Behauptung, das biologisch gegebene Geschlecht wirke sich nicht auf den Identität des Menschen aus. Der Mensch werde erst durch die Erziehung und gesellschaftlichen Einfluss zwanghaft in eine Geschlechterrolle gedrängt. Die Männer- und Frauenrolle soll dekonstruiert werden, damit jeder sich sein Geschlecht neu zusammenbauen kann. Beim Gendermainstreaming handelt es sich um eine Theorie, die nie ernsthaft erwiesen wurde! Unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung wird in manchen Parteien intensiv die Gender-Politik betrieben.

Zu Beginn einer pädagogischen Ausbildung kommt der zukünftige Pädagoge am Fach Gender nicht mehr vorbei. Hier wird vermittelt, dass man den Kindern Raum geben soll, um sich selbst entscheiden zu können, was es denn nun sein will. Den Kindern sollen unsere altbewährten Werte nicht mehr vermittelt werden. Unnötige Verwirrung bei den Kindern wird gestiftet. Aber genau diese Zerrüttung der Normalität ist für Anhänger der Gender-Bewegung ein Erfolg. Diese Zerrüttung des Bewährten ist ein direkter Angriff auf die Familie – auf das Prinzip Leben!

Mann und Frau haben besondere Verantwortung

Das führt auch dazu, dass der Mensch darauf reduziert wird, worauf er sich sexuell orientiert hat. Das führt zu einer Zersetzung der Identität! Der Mensch ist laut Gendermainstreaming keine Einheit mehr von Leib und Geist, sondern der Mensch wird nur auf den Leib reduziert. Papst Franziskus hingegen sagt, „um mit sich selbst im Reinen zu sein, solle man den eigenen Körper so annehmen, wie er ist.“

Dr. Spieker spricht sich auch gegen die Ehe für alle aus, denn Mann und Frau haben eine besondere Verantwortung für die nächste Generation und stehen mitten in der Verantwortung für die Gesellschaft! Aber das Gendermainstreaming stellt immer die „Zwangsheterogenität“ in Frage und somit wird auch die Heterosexualität als Norm angezweifelt. Kinder und Jugendliche sollen sich mit der Frage auseinandersetzen müssen, Wann hast du dich entschlossen heterosexuell zu werden?“. Die Genderideologie zu hinterfragen, bedeutet aber nicht gegen Homosexuelle zu sein.

Verschwendung von Steuergelder für eine Minderheit

Laut Befürworter der Genderideologie gibt es nicht nur zwei Geschlechter, sondern eine ganze Menge mehr. Ein Hirngespinst? Von wegen – die sozialen Medien z.B. Facebook reagieren schon darauf, vor 1-2 Jahren konnte man zwischen zwei Geschlechtern wählen. Heute sind spricht man von ca. 60 Geschlechtern. Diese Geschlechter werden, beim genauen Hinschauen, überwiegend über ihre gerade aktuelle sexuelle Orientierung definiert. Gibt es denn viele Menschen in unserer Gesellschaft, die sich nie dem Geschlecht Mann oder Frau zuordnen können? Antwort: 7.4 % der Bevölkerung. Für diese Minderheit und Lobbyisten werden Tausende Euro unserer Steuergelder verwendet, um verschiedene gesellschaftliche Themen zu gendern. Müssen unsere Kinder bereits im Kleinkindalter wirklich über alle möglichen sexuellen Orientierungen aufgeklärt werden? Nein!

Die Normalität, die an der tatsächlichen Realität gemessen ist, sieht so aus, dass Kinder und damit die Zukunft der Menschheit halt nur aus einer Partnerschaft aus Mann und Frau dauerhaft bestehen kann. Von Anfang an spricht sich der christliche Glaube klar aus: Gott hat den Menschen als Mann und Frau erschaffen zur gegenseitigen Wertschätzung und zur Weitergabe von Leben. Ein weiteres Problem wird hier deutlich: Da diese sexuelle Vielfalt nicht messerscharf definierbar ist, lauert eine latente Gefahr zur Pädophilie.

Im Anschluß an den Vortrag mit Diskussion wurde eine Resolution gegen die Genderideologie verabschiedet. Diese wird an verschiedene politische und kirchliche Gremien verschickt. Die Frauen Union spricht sich hier gegen den Versuch der totalen Sexualisierung, gegen die Identitätsverwirrung unserer Kinder in Kindergärten und Schulen, gegen die Öffnung der Ehe für alle und gegen die Genderisierung der Sprache aus.

(Text von Elisabeth Wiedemann, Pressereferentin)