Senioren Union informiert sich in der Sammelzentrale "Aktion Hoffnung" in Laupheim - 23.11.17

Kleiderspenden gehen in die ganze Welt

Der Leiter der Sammelzentrale „Aktion Hoffnung“, Roman Engelhart (li) empfängt die Mitglieder der Senioren Union.

Die 26 Teilnehmer wurden vom Leiter der Sammelzentrale Aktion Hoffnung - Arbeitsgemeinschaft Missions- und Entwicklungshilfe e.V., Herrn Roman Engelhart empfangen. Er stellte in seinem Vortrag die umfangreiche und sehr anspruchsvolle Arbeit der Sammelzentrale eindrucksvoll dar.

Beim Gang durch die Hallen sahen wir die vielen gestapelten Ballen der Kleidersammlungen. Sie sind gesichtet sortiert und aufbereitet, für den Versand in Containern verpackt und für die Empfängerländer registriert. Die Kleider gehen an die Partner in neun Ländern auf vier Kontinenten, z.B. nach Bolivien, Brasilien, Chile, Rumänien und Polen, nach Burkina Faso, Namibia, Uganda, den Irak und andere Länder. Die Hilfsgütersendungen müssen gut organisiert werden, doch ausufernde Bürokratie sind oft unnötige Hindernisse. Auch sind in manchen Partnerländern trotz bitterster Armut Abschottungstendenzen der jeweiligen Regierungen festzustellen.

Ungebrochenes Engagement und Einsatz tragen zur Erfolgsgeschichte der Sammelzentrale Laupheim bei. Naturkatastrophen, Kriege, Flucht und Vertreibungen sind Ursachen und erfordern Hilfslieferungen. Es werden nicht nur Kleider versendet, sondern auch Schuhe, Krankenbetten für Krankenhäuser, Haushaltsgeräte und Kinderspielsachen, Motoren und vieles mehr.

Die Waren (Kleider, Schuhe, u.a.) kommen aus Straßensammlungen und eigenen Containern und werden hier fachgerecht sortiert. © Fotos von Jürgen Weber

Sehr gute Kleiderstücke werden verkauft
Der Wareneingang der Sammelzentrale kommt aus Straßensammlungen und Containersammlungen der „Aktion Hoffnung“, sowie aus direkten Anlieferungen der Spender. Die Sortierung der Hilfsgüter wird von vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ehrenamtlichen Gruppen in vielen Arbeitsstunden bewältigt. Die Teilzeitbeschäftigten, Bürokräfte, Verkaufspersonal, Lagerarbeiter und eine Vollzeitkraft nicht zu vergessen.

Um die teuren Transportkosten zu finanzieren, werden sehr gute Kleidungsstücke vor Ort verkauft. Der Verkauf ist täglich geöffnet, auch in Biberach in der Bürgerturmstraße befindet sich eine Verkaufsstelle. Nicht mehr brauchbare Kleidung wird recycelt und der Erlös wird ebenfalls für die Finanzierung der Transportkosten benötigt.

All dies konnten wir bei der Besichtigung kennenlernen, wir waren erstaunt, was in der Sammelzentrale Laupheim alles bewegt wird. Einige von uns haben im Verkaufsraum noch etwas Passendes gefunden. Bei einer gemütlichen Kaffeestunde ließen wir den eindrucksvollen Nachmittag ausklingen. Abschließend bedankte ich mich bei Herrn Roman Engelhard und seinem Team für die sehr informative Führung mit einem Präsent und bei den Teilnehmern fürs Dabeisein.