Senioren Union unternimmt 3-Tages-Fahrt nach Südtirol - 10.5.17

Reiseleiter Albert Warger wieder in seiner Heimat

Zwischenstopp in Graun am Reschenstausee mit dem markanten Kirchturm im See.

Frohgelaunt und in Erwartung der 3-Tages-Südtirolfahrt, ging es 10. Mai um 6:00 Uhr morgens bei Omnibus Walk in Riedlingen in den schönen Reisebus, mit Zustiegen in Attenweiler, Schemmerhofen, Ochsenhausen und Berkheim. Als alle 49 Teilnehmer ihren Platz eingenommen hatten, wurden sie von mir und unserem Vorstandsmitglied Albert Warger aus Riedlingen, gebürtig aus Südtirol, begrüßt. Er hatte sich bereit erklärt die Reiseleitung und Organisation zu übernehmen. Es war ihm ein Vergnügen, seine schöne Geburtsheimat vorzustellen und seinen reichen Erfahrungsschatz auch zur Geschichte des ganzen Landes Südtirol uns näherzubringen. Auf der A7 ging es über Memmingen mit kurzem Halt an der Raststätte Allgäuer Tor, Reute/Tirol, Fernpaß, Nasserreit, Landeck, Reschenpaß in den Vinschgau/Südtirol, mit Halt in Graun am Reschenstausee (Kirchturm im See), dem Geburtsort unseres Reiseleiters.

Information und gemütliches Beisammensein im Hotel (vlnr.): Hans Rapp, Landtagsabgeordneter Dr. Josef Noggler, Albert Warger.

In einer Großvitrine wird das versunkene Dorf dargestellt. Albert Warger schilderte diese Geschichte und den Stauseebau 1949 mit der Umsiedlung seiner Familie, des Friedhofes, der Schule, der Kirche und der Landwirtschaft. Nach diesem Aufenthalt ging es weiter über die Malser Heide nach Burgeis mit der Fürstenburg (heute Landwirtschaftsschule), Kloster Marienberg und Auffahrt nach Schlinig in 1736 m Höhe, zum gemeinsamen Mittagessen, dies war die zweite Heimat unseres Reiseleiters. Bei einem Rundgang besuchten wir die schöne kleine Kirche, sangen noch ein Marienlied und wurden danach vom Ortsvorsteher und zugleich Vorsitzender der Biogas und Hackschnitzelanlage-Genossenschaft begrüßt. Er zeigte und berichtete umfassend über die Funktion. Dies ist einmalig im Land, dass die Gülle von 14 Bauernhöfen über ein Rohrsystem in den Behälter fließt. Das ca. 200 Einwohner zählende Dorf mit viel Tourismus, vor allem im Winter, wird so mit Wärme, Gas und Strom versorgt.

Danach ging es weiter zum Benediktinerstift Marienberg. Die Abtei Marienberg stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert barockisiert. 2004 - 2008 wurde das Klostergebäude umgestaltet, aber die alten Gemäuer weitgehend im Originalzustand belassen. Die dreischiffige Kirche und das gesamte Bauwerk ganz in Weiß beeindruckte uns alle. Nach einem Einkauf im Klosterladen ging die Fahrt weiter bei herrlicher Berg-Rundsicht durch den Vinschgau nach Schlanders zu unserem Hotel „Maria Theresia“ zum Abendessen und Übernachtung.

Besuch bei Andreas Hofer und Olympia

Am anderen Tag Weiterfahrt über Meran ins Passeiertal zum „Sandhof“ St. Leonhard dem Geburts- und Wohnhaus von Andreas Hofer, Sandwirt und Freiheitskämpfer von Tirol, mit dem jetzt dazugehörenden neuen Museum. Das kleine Hofer Kino zeigt die Geschichte des Freiheitskämpfers der Tiroler und seine Lebensweise. Auch der Außenbereich ist eine neuartige volkskundliche Dauerausstellung. Das gute „Sandwirt“ - Mittagessen und der Aufenthalt war ebenfalls ein Erlebnis, wie auch der folgende Besuch im blühenden Meran. Danach fuhren wir wieder zurück nach Schlanders ins Hotel mit Abendessen und gemütlichem Beisammensein. Der Landtagsabgeordnete Dr. Josef Noggler kam am Abend extra ins Hotel und berichtete sehr umfassend über den heutigen politischen Zustand der Region und wie sich das Verhältnis zu Italien, zu Österreich und der Schweiz gestaltet.

Alle 49 Senioren und Seniorinnen waren begeistert von der 3-Tages Fahrt in die schöne Tiroler Bergwelt. Fotos von Wolfgang Gairing

Am Freitag war nach dem Frühstück leider die Heimreise angesagt. Es ging über Bozen, Brixen, Eisacktal, Sterzing, über die alte Straße Richtung Brenner und die Brennerautobahn mit ihren vielen Viadukten nach Innsbruck auf den Berg Isel, zur Mittagsrast im neuen Berg-Isel Museumsrestaurant. Die Besichtigung des neuen Museums mit der Riesenleinwand und den Darstellungen der Freiheitskämpfe war sehr beeindruckend. Danach spazierten wir vorbei am riesigen Andreas Hofer Denkmal und dem Kaiser Franz Josef Denkmal hinauf zur Berg-Isel Olympia Sprungschanze. Mit der Kabine fuhren wir zum Sprungturm mit der Aussichtsplattform mit Blick auf Innsbruck und dem Wettersteingebirge. Einige betonten, dass schon das Hinunterschauen mache Angst, aber auch noch Hinunterspringen sei schon mutig. Dies war ein richtig schöner Abschluss. Es ging weiter Richtung Heimat über den Fernpaß, Reute, Füssen, Richtung Kreis Biberach. Aus den Josef Rief - Liederheften wurden zur Abwechslung noch einige bekannte Lieder gesungen. An Unterhaltung und unzähligen Blicken auf die herrliche Bergwelt und dies bei schönem Wetter, hat es nicht gefehlt. Einige meinten, diese Tour würden sie jederzeit wieder mitmachen.

Ich bedankte mich bei unserem sehr kundigen Reiseführer Albert, es war einfach großartig wie er sein Wissen rüberbrachte. Dank auch an Hans Dürr für die Mitwirkung und Vorausfahrt eine Woche vorher, bei der Schriftführerin Thea Ziegler, die leider nicht dabei sein konnte, beim sehr guten Busfahrer Björn sowie bei allen Teilnehmern für das gute Miteinander. Es ist erfreulich, dass doch noch so viele von uns eine solche Reise mitmachen können. Daher war es der Wunsch der meisten Teilnehmer, in den nächsten Jahren wieder eine mehrtägige Reise anzubieten.

(Text von Hans Rapp, Vorsitzender)