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Abschied von Franz Romer mit stehendem Beifall - 9.2.19

Zahlreiche Ehrengäste bei der großen Abschiedsfeier für Franz Romer

Der Abschied: Franz Romer winkt den Besuchern in der vollbesetzten Mehrzweckhalle zu. Foto: Angelika Gretzinger

Von Angelika Gretzinger

Untersulmetingen - Prall gefüllt war am Donnerstagabend die Mehrzweckhalle in Untersulmetingen. Denn "Fra", wie man Franz Romer liebevoll nennt, wurde nach über 43 Jahren im Amt als Ortsvorsteher verabschiedet, und dazu waren auch zahlreiche Amts- und Würdenträger versammelt. Laupheims Oberbürgermeister Gerold Rechle, viele Kreis-, Gemeinde- und Ortschaftsräte, die ehemalige Europaabgeordnete Elisabeth Jeggle, Laupheims Ehrenbürgerin Brigitte Angele und viele weitere Bürgermedaillen- und Carl-Laemmle-Medaillenträger der Stadt waren gekommen.


Zahlreiche Würdenträger dabei

Auch sämtliche Führungskräfte und viele Mitarbeiter der Verwaltung, sowie Vertreter der heimischen Wirtschaft, der Behörden und örtlichen Vereine hatten den Weg in die Untersulmetinger Mehrzweckhalle gefunden. Ebenso wie die Pfarrer Andreas Ochmann und Alexander Hermann. Den sicherlich weitesten Weg hatte Ralf Weiße, Bürgermeister von Neustadt an der Orla. Aber vor allem waren auch ganz viele "Semadenger" an dem Abend erschienen, um ihrem "Fra" zu danken.


"Franz Romer kennt jeden und jeder kennt Franz Romer", beschrieb Laupheims Oberbürgermeister Gerold Rechle dessen tiefe Verwurzlung im Ort. Die Anliegen der kleinen Leute seien diesem immer besonders am Herzen gelegen. Das Rathaus Laupheim habe kaum einen Tag erlebt, an dem Franz Romer nicht mit neuen Ideen, Vorschlägen oder Notwendigkeiten vorstellig geworden sei. "Der 'Fra' hat manchmal auch für ein bisschen Wirbel im Rathaus gesorgt. Man könnte auch sagen: Franz Romer hat dem Amtsschimmel ab und zu ganz schön die Sporen gegeben." Wenn dieser nun als Ortsvorsteher ausscheide, dann hinterlasse er einen Ort, in dem man gern lebt.


Durch seinen Sitz im Laupheimer Gemeinderat, dem Romer ebenfalls seit über 43 Jahren angehört, habe er auch das Gesicht der Stadt Laupheim mitgeprägt. "Es war nicht vorstellbar: Untersulmetingen ohne Ortsvorsteher Romer? Niemand wollte so wirklich ihre Entscheidung hören." Er freue sich nun aber, dass mit Carmen Böhringer eine erfahrene und bestens qualifizierte Nachfolgerin gefunden worden sei.


"In der langen Amtszeit von Franz Romer wurde viel erreicht. Heute geht es darum, sein Lebenswerk zu würdigen", fasste die Nachfolgerin Böhringer dessen große und vielfältige Bedeutung für Untersulmetingen zusammen. Großen Dank richteten sowohl Rechle, als auch Böhringer an Romers Ehefrau Paula, die ihrem Mann immer den Rücken frei gehalten habe. Franz Romer zeigte sich von so viel Lob überwältigt. Er habe schon viele Ehrungen erhalten, aber der Abend sei der Höhepunkt in seinem politischen Leben. "Ich habe es gern gemacht, wirklich gern".


Für ein gelungenes Rahmenprogramm dankte er dem Musikverein Risstaler Untersulmetingen, dem Männergesangsverein Concordia, der örtlichen Grundschule und der Jugend des SV Sulmetingen. "Einer allein kann gar nichts machen, das Gemeinsame zählt", stellte er klar. "Wenn ihr alle nicht gekommen wärt, dann hätte ich heute gar keinen Abschied feiern können", sagte er den Besuchern - die ihre Hochachtung wiederholt mit stehendem Beifall demonstrierten.

Fotos: Ang (Angelika Gretzinger)

Copyright Schwäbische Zeitung - Ausgabe Laupheim vom 9,2,2019

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