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Gastronomie braucht langen Atem für Corona-Krise - 14.5.20

Branchenvertreter haben viele konkrete Fragen – Dörflinger macht sich für weitere Hilfen stark

Gastronomen aus dem Kreis Biberach bei der Videokonferenz. (Foto: privat)

sz Biberach

Die andauernden Corona-Beschränkungen treffen die Gastronomen und Hoteliers besonders hart: Wochen ohne Bewirtung, nur Außer-Haus-Verkauf und lediglich ausnahmsweise Beherbergung von Übernachtungsgästen sind bei gleichzeitig weiterhin anfallenden Ausgaben eine existenzielle Herausforderung. „Viele Gaststätten und Beherbergungsbetriebe kämpfen um ihr Überleben. Mein enger Kontakt mit der Gastronomie- und Hotelbranche während der Krisenzeit hat mir das deutlich aufgezeigt. Sie brauchen dringend Klarheit, wie und unter welchen coronabedingten Auflagen es für die Branche weitergehen kann“, so der Biberacher Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger (CDU).


Ihm war es wichtig, den Gastronomen und Gastgebern einen direkten Austausch mit dem für sie zuständigen Tourismusminister Guido Wolf (CDU) zu ermöglich. Mehr als 30 Gastwirte und Hoteliers aus dem Landkreis Biberach nutzten diese Chance und diskutierten mit Wolf und Dörflinger per Videokonferenz.


„Die Soforthilfe des Landes war sehr wichtig und nun gibt es mit dem 18. Mai auch eine zeitliche Perspektive für die Gastronomen. Ich sehe aber zudem die dringende Notwendigkeit weiterer finanzieller Unterstützungen für die Branche“, sagte Dörflinger. Nur damit könnten die Betriebe diese Krise meistern, damit es auch nach Corona ein breites Angebot an Gasthäusern, Hotels, Kneipen und Freizeitangeboten im Landkreis Biberach geben werde. Auch Reisebüros, Zeltverleiher und Busunternehmen seien auf Hilfe angewiesen.


Wolf sagte, für die Branche sei „die Krise ein einziger Alptraum“. Sie habe deutlich früher massive Einbußen erlitten und werde deutlich länger als andere mit Auflagen leben müssen. Es sei trotz der Öffnungsperspektive wichtig, dass sich alle diszipliniert an die Abstandsregeln halten und keine neuerlichen Schließungen erforderlich würden.


Breiten Raum nahmen in der Diskussion Fragen zu den konkreten Auflagen während der Öffnungsphase, Abstandsregeln, die Umsetzung der Kontaktnachverfolgung der Gäste, Hygieneregeln, Aufsichtspflichten der Betreiber sowie Fragen zu weiteren Fördermaßnahmen des Landes ein.


„Auf die Wiedereröffnung unter Einhaltung der coronabedingten Auflagen hat die Gastronomie sehnlich gewartet. Das ist ein wichtiger Lichtblick, wobei die Branche einen langen Atem braucht, um diese Krise zu überstehen“, sagte Ludwig Zwerger, der Vorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) im Landkreis Biberach, bei der Videokonferenz.

Copyright Schwäbische Zeitung - Ausgabe Biberach vom 14.5.2020

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