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Was tun gegen eine neue Corona-Welle - 4.8.21

Regionale Politiker halten wenig von der Impfpflicht

Von Markus Falk

Nachdem die Neuinfektionen mit dem Coronavirus seit Kurzem wieder steigen, ist auch die Debatte in der Politik über den Umgang damit erneut in Gang gekommen. Die Forderungen reichen von einer Neubewertung des Inzidenzwerts über eine Abschaffung von kostenlosen Tests bis hin zu einer generellen Impfpflicht. Das sagen Politiker aus der Region zu dem Thema.

Für Josef Rief, CDU-Bundestagsabgeordneter, ist neben dem Blick auf die Inzidenz auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen wichtig: „Derzeit haben circa 52 Prozent der Bevölkerung den vollen Impfschutz, etwa 62 Prozent haben mindestens eine Impfung erhalten. Das führt dazu, dass die Inzidenzwerte sich immer weniger als alleiniger Indikator für die Notwendigkeit von Maßnahmen eignen.

Wir sollten gleichzeitig immer auch die aktuellen Zahlen der Krankenhauseinweisungen und die Zahl der nötigen Intensivbehandlungen bei der Einschätzung der Lage berücksichtigen. Experten sagen uns, dass sich über kurz oder lang jeder mit dem Virus infizieren wird, der nicht geimpft ist. Da ist eine Impfung allemal besser, als das Risiko der Infektion mit einer etwas gefährlicheren Variante wie derzeit Delta. Eine generelle Impfpflicht halte ich nicht für zielführend. Wir müssen überzeugen und die Impfung zu den Menschen vor Ort bringen. Die Testpflicht für ungeimpfte Reiserückkehrer finde ich als Vorsichtsmaßnahme sehr sinnvoll.

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Dörflinger: Nach Ferien Präsenzunterricht

Thomas Dörflinger, CDU- Landtagsabgeordneter, sagt: „Die Inzidenzzahl gibt einen wichtigen Anhaltspunkt, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt. Nachdem nun immer mehr Menschen geimpft sind, sollte verstärkt der Blick auf die Situation in den Krankenhäusern und besonders auf die der Intensivstationen gerichtet werden. Wie viele Menschen müssen intensiv behandelt werden und wie schwerwiegend sind die Verläufe. Eine generelle Impfpflicht halte ich nicht für den richtigen Weg. Dass es jedoch Unterschiede gibt, ob jemand geimpft ist oder nicht, ist absolut nachvollziehbar. Die Erfahrungen des vergangenen Jahres zeigen, dass mit dem Ende der Urlaubssaison auch die Infektionszahlen wieder deutlich angestiegen sind. Mir ist es sehr wichtig, dass nach den Schulferien Präsenzunterricht stattfinden kann. Dazu gehören auch erweiterte Testpflichten – auch bei Reiserückkehrern.“

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(Die Stellungnamen von Martin Gerster, SPD-Bundestagsabgeordneter sowie von Anja Reinalter, Wahlkreiskandidatin der Grünen für den Bundestag können Sie im Internet https://www.suedfinder.de/ nachlesen.)

Copyright SÜDFINDER - Ausgabe Biberach vom 4. August 2021

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