
© Senioren Union
Laupheim
Telefon und Internet bieten älteren Menschen Hilfe, Unterhaltung und Teilnahme am bisher gewohnten Leben, vor allem aber können sie dadurch Kontakte zu ihren auch weit entfernt lebenden Kindern und Enkeln behalten. Doch dies birgt auch die Gefahr, dass sie dadurch betrügerisch und perfide um ihr Erspartes gebracht werden können. Im Erfolgsfalle bleiben sie als Betrogene, Enttäuschte und Verunsicherte zurück. „Erfolgreiche“ Betrugsversuche werden zunehmend auch im Kreis Biberach bekannt.
Die Seniorenunion bot deshalb im Rahmen ihres regelmäßigen Stammtisches eine Aufklärungs- und Informationsveranstaltung im Gasthaus Linde in Steinhausen mit Polizeihauptkommissar a. D. Klaus Ulmschneider an. Über 40 Seniorinnen und Senioren aus dem gesamten Kreisgebiet nutzten die Gelegenheit, um sich von Ulmschneider, der unlängst noch aktiv im Dienst gegen diese Machenschaften ankämpfte, über die Hintergründe und geeignete Verhaltensweisen aufklären zu lassen.
Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch den Vorsitzenden Wolfgang Dahler zeigte Ulmschneider an Beispielen, die er mit Bildern und Videos unterlegte, das Vorgehen der meist aus dem Ausland agierenden Banden auf. In seinem Vortrag betonte er aber auch mehrfach, dass neben dem „Enkeltrick“ weitere Gefahren, vor allem für die ältere Generation von unbekannten „Haustürbesuchern“ und, bei Hauseigentümern, von sogenannten „fliegenden“ Handwerkern drohen. Zweifelhafte Handwerker, ohne Firmenadresse und Bankverbindung würden mit günstigen Angeboten locken und danach sofort, meist überhöhte Beträge abkassieren und verschwinden, ohne eine adäquate Arbeit geleistet zu haben.
Eine nachfolgend angeregte Diskussion und zahlreiche Fragen zeigten das große Interesse an den Themen.
© Schwäbische Zeitung, Ausgabe Laupheim vom 3.4.23